Zecken sind in der Schweiz weit verbreitet und lauern nicht nur im tiefen Wald, sondern auch in Stadtpärken oder im heimischen Garten. Besonders tückisch: Die winzigen Spinnentiere sind bereits ab einer Temperatur von ca. 7 Grad aktiv. Da der März uns vermehrt nach draussen lockt und erste Wanderungen oder Spaziergänge unternommen werden, steigt das Risiko für einen ungebetenen Gast auf der Haut.
FSME und Borreliose: Die unsichtbare Gefahr
In der Schweiz gehören die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und die Lyme-Borreliose zu den häufigsten durch Zecken übertragenen Krankheiten. Doch sie unterscheiden sich wesentlich in ihrer Art und den Vorsorgemöglichkeiten.
FSME (Viren):
Diese Krankheit greift das zentrale Nervensystem an und kann zu einer Hirnhautentzündung führen. Da die Viren im Speichel der Zecke sitzen, werden sie sofort beim Stich übertragen. Gegen FSME gibt es keine ursächliche Heilung, aber eine hochwirksame Impfung, die vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) für fast die ganze Schweiz empfohlen wird.
Borreliose (Bakterien):
Sie ist die weitaus häufigere Erkrankung. Die Bakterien befinden sich im Darm der Zecke und gelangen meist erst nach einigen Stunden Saugzeit in den menschlichen Körper. Ein typisches Warnsignal ist die Wanderröte (ein roter Ring um die Einstichstelle). Borreliose kann mit Antibiotika behandelt werden, es gibt jedoch keine Impfung dagegen.
So schützen Sie sich effektiv
Damit es gar nicht erst zu einem Stich kommt, können Sie mit einfachen Massnahmen das Risiko minimieren.
Verbreitung in der Schweiz
Nahezu die gesamte Schweiz bis in Lagen von 2000 m ü. M. gilt heute als Risikogebiet für Zeckenübertragungen. Da sich die Risikogebiete aufgrund milder Winter stetig ausweiten, ist Aufmerksamkeit in der Natur mittlerweile überall geboten.